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آمریکا به روسیه پیشنهاد مذاکرات خلع سلاح می دهد[لودکه اشتفن ، اشپیگل(آلمان)، 10ژانویه2022]

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نشست مذاکره کنندگان آمریکایی و روسی درباره بحران اوکراین روز دوشنبه پس از تقریبا هشت ساعت در ژنو به پایان رسید. همانطور که انتظار می رفت، هیچ پیشرفتی در مذاکرات حاصل نشد.


1.    نشست مذاکره کنندگان آمریکایی و روسی درباره بحران اوکراین روز دوشنبه پس از تقریبا هشت ساعت در ژنو به پایان رسید. همانطور که انتظار می رفت، هیچ پیشرفتی در مذاکرات حاصل نشد.
2.    وندی شرمن، معاون وزیر امور خارجه آمریکا گفت در صورتی پیشنهاد مذاکرات خلع سلاح را می دهد که روسیه نیز حاضر به اقدام متقابل باشد. "با این حال، ما قاطعانه با پیشنهادهای امنیتی که برای آمریکا قابل قبول نیست، مخالفت کرده‌ایم. ما از همکاری دوجانبه با دولت‌های مستقلی که می‌خواهند با آمریکا همکاری کنند، چشم پوشی نمی‌کنیم. علاوه بر این، آمریکا هیچ تصمیمی در مورد اوکراین، اروپا یا ناتو، بدون مشورت با آنها نخواهد گرفت." شرمن دوباره روسیه را تهدید کرد که در صورت تشدید نظامی در بحران اوکراین، با عواقب جدی روبرو خواهد شد.
3.    سرگئی ریابکوف اطمینان داد که روسیه "هیچ قصدی برای حمله به اوکراین" ندارد و وضعیت "ناامیدکننده نیست". ریابکوف گفت این مذاکرات سخت، اما بسیار حرفه ای، عمیق و دقیق بود. مسکو همچنین به صراحت اعلام کرد که باید در مورد خواسته های اساسی پیشرفت حاصل شود. این اقدامات شامل پایان دادن به گسترش ناتو به سمت شرق و خودداری ائتلاف نظامی غربی از استقرار سلاح های تهاجمی در نزدیکی مرزهای روسیه بود. روسیه از این خواسته ها چشم پوشی نخواهد کرد.
4.    ریابکوف گفت درباره گام ها و چشم اندازهای بیشتر تنها در چند روز آینده تصمیم گیری خواهد شد. نشست شورای ناتو و روسیه در بروکسل برای چهارشنبه برنامه ریزی شده است. روز پنجشنبه نیز در وین مذاکراتی در چارچوب سازمان امنیت و همکاری اروپا انجام خواهد شد.
اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

 

USA bieten Russland Abrüstungsgespräche an
Knapp acht Stunden sprachen amerikanische und russische Unterhändler in Genf. Am Ende stand kein Durchbruch, aber immerhin eine russische Zusicherung: Man habe nicht die Absicht, die Ukraine anzugreifen.
Steffen Lüdke 10.01.2022, 18.50 Uhr Spiegel
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Das Treffen amerikanischer und russischer Unterhändler zur Ukraine-Krise ist am Montag in Genf nach fast acht Stunden zu Ende gegangen. Einen Durchbruch in den Verhandlungen gab es wie erwartet nicht.
Die USA hätten unter anderem Abrüstungsgespräche angeboten, wenn Russland die gleichen Schritte unternehme, sagte US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman. Solche Gespräche könnten etwa im Rahmen des Russland-Nato-Rats, der am Mittwoch in Brüssel tagt, stattfinden.
Man habe deutlich gemacht, dass sie bereit zu Gesprächen über Konfliktthemen wie die Begrenzung von Manövern oder die Stationierung von Raketen sei, sagte Sherman. Forderungen Russlands nach Garantien für ein Ende der Nato-Osterweiterung wies sie erneut zurück.
»Wir haben uns jedoch entschieden gegen Sicherheitsvorschläge gewehrt, die für die Vereinigten Staaten einfach nicht in Frage kommen.« Man werde nicht auf die bilaterale Zusammenarbeit mit souveränen Staaten verzichten, die mit den USA zusammenarbeiten wollen. Die USA würden zudem keine Entscheidung über die Ukraine, Europa oder die Nato fällen, ohne das vorher mit den Betroffenen zu klären. Sherman drohte Russland im Fall einer militärischen Eskalation in der Ukraine-Krise erneut mit massiven Konsequenzen.
Russland bezeichnet Lage als »nicht hoffnungslos«
Ihr russischer Amtskollege Sergej Rjabkow versicherte, Russland habe »keine Intentionen, die Ukraine anzugreifen« und bezeichnete die Lage als »nicht hoffnungslos«. »Das Gespräch war schwierig, aber sehr professionell, tiefgründig und konkret«, sagte Rjabkow.
Moskau habe aber auch klargemacht, dass in Bezug auf wesentliche Forderungen Fortschritte erzielt werden müssten. Dazu zählten ein Ende der Nato-Osterweiterungen und ein Verzicht des westlichen Militärbündnisses auf die Stationierung von Angriffswaffen nahe der russischen Grenzen. Von diesen Forderungen werde Russland nicht abrücken.
Treffen russischer und westlicher Vertreter in dieser Woche
•    10. Januar: Gespräche russischer und amerikanischer Unterhändler in Genf
•    12. Januar: Erste Sitzung des Nato-Russland-Rates in Brüssel seit mehr als zwei Jahren
•    13. Januar: Gespräche im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien
Über weitere Schritte und Perspektiven könne erst in den nächsten Tagen entschieden werden, sagte Rjabkow. Für Mittwoch ist eine Sitzung des Nato-Russland-Rates in Brüssel angesetzt – die erste seit zweieinhalb Jahren. Danach soll es am Donnerstag in Wien Gespräche im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben.
Russischer Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine
Das Treffen fand angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine statt. Im Westen fürchtet man einen Einmarsch russischer Truppen. Russland fühlt sich dagegen nach eigenen Angaben durch die US-Truppen- und Waffenpräsenz in Europa bedroht. Die russische Regierung fordert Sicherheitsgarantien der Nato, darunter einen garantierten Stopp der Nato-Osterweiterung und einen Abzug von US-Waffen und -Truppen aus der Region.
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba beschwor die Nato am Montag, keine Zugeständnisse zu machen. »Der Kalte Krieg ist vorbei, Einflusssphären auch«, schrieb er Twitter. Die Ukraine fürchtet eine russische Invasion. Russland streitet solche Pläne ab.
Stoltenberg warnt vor militärischer Aggression gegen die Ukraine
In Brüssel tagte unterdessen die Nato-Ukraine-Kommission, um das erste Treffen des Nato-Russland-Rats seit Mitte 2019 an diesem Mittwoch vorzubereiten. Die ukrainische Vize-Ministerpräsidentin Olga Stefanischina wertete das als »starke Demonstration der Alliierten ihrer unerschütterlichen und andauernden Unterstützung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine«. In einer Erklärung mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte sie, Russland stehe es »Aggressor« nicht zu, Forderungen zu stellen.
Stoltenberg warnte Russland erneut vor einem Einmarsch. Jede weitere Aggression hätte einen hohen politischen und wirtschaftlichen Preis. Die USA drohen für diesen Fall mit Sanktionen, die die Maßnahmen gegen Russland nach der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel 2014 in den Schatten stellen. Kiew sieht sich im Krieg mit dem Nachbarland. Hintergrund ist Moskaus Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine.
 
https://www.spiegel.de/ausland/usa-bieten-russland-abruestungsgespraeche-an-a-c7a92b22-5122-430c-b473-54a8b95a78b8

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