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پوتین و توقایف درباره برقراری دوباره نظم گفتگو می کنند[اشنایدر آنا سوفی، اشپیگل(آلمان)، 8ژانویه2022]

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طی سال های اخیر قزاقستان دستخوش اعتراضات بسیار شدیدی بوده است. بر اساس گزارش کرملین، ولادیمیر پوتین با رئیس دولت قزاقستان درباره این بحران رایزنی کرد. سران این کشورها در یک گفتگوی تلفنی «طولانی» درباره اقداماتی برای بازگرداندن نظم صحبت کرده بودند.


1.    طی سال های اخیر قزاقستان دستخوش اعتراضات بسیار شدیدی بوده است. بر اساس گزارش کرملین، ولادیمیر پوتین با رئیس دولت قزاقستان درباره این بحران رایزنی کرد. سران این کشورها در یک گفتگوی تلفنی «طولانی» درباره اقداماتی برای بازگرداندن نظم صحبت کرده بودند.
2.    در این بیانیه آمده است که توقایف به پوتین اطلاع داده بود که وضعیت در کشور "در جهت ثبات در حال حرکت است". رئیس جمهور قزاقستان از سازمان پیمان امنیت جمعی و "به ویژه" روسیه برای کمک آنها تشکر کرده بود. کرملین همچنین اعلام کرد پوتین از پیشنهاد توقایف برای برگزاری نشست ویدیویی با سران کشورها و دولت های ائتلاف نظامی در روزهای آینده حمایت می کند.
ند    بر اساس اطلاعات رسمی، در ناآرامی‌های بی‌سابقه چند روز اخیر در مجموع بیش از ۴۴۰۰ نفر بازداشت شده‌اند. کریم ماسیموف، رئیس سابق کمیته امنیت ملی است که به دلیل ناآرامی ها و به جرم خیانت برکنار شد، ازجمله دستگیر شدگان است.
4.    مقامات تاکنون در مجموع بیش از 40 کشته از جمله نیروهای امنیتی را شمارش کرده اند. با این حال، بیم آن می رود که این تعداد و به ویژه تلفات غیرنظامیان بسیار بیشتر باشد: ارتش طی چندین روز علیه تظاهرکنندگان اقدام کرده و رئیس جمهور نیز دستور آتش به اختیار را صادر کرد.
 اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

 

Putin und Tokajew reden über »Wiederherstellung der Ordnung«
Ein von Russland geführtes Militärbündnis hilft den Sicherheitskräften in Kasachstan. Nun haben sich die Staatschefs Putin und Tokajew über die gewaltsamen Proteste ausgetauscht. Behörden melden mehr als 4400 Festnahmen.
Anna-Sophie Schneider 08.01.2022, 12.50 Uhr Spiegel
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Kasachstan wird von den schwersten Protesten seit Jahren erschüttert. Angesichts der Krise hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin Kreml-Angaben zufolge mit dem kasachischen Staatschef Kassym-Schomart Tokajew beraten. Die Staatschefs hätten in einem »langen« Telefongespräch »über Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung« gesprochen.
Tokajew habe Putin darüber informiert, dass sich die Lage im Land »in Richtung einer Stabilisierung entwickelt«, hieß es in der Mitteilung. Der kasachische Präsident habe der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) und »insbesondere« Russland für ihre Hilfe gedankt.
Das von Russland angeführte Militärbündnis OVKS hatte am Donnerstag angesichts der Krise »Friedenstruppen« nach Kasachstan entsandt. Putin unterstütze den Vorschlag Tokajews, in den kommenden Tagen einen Videogipfel mit den Staats- und Regierungschefs des Militärbündnisses abzuhalten, hieß es der Kreml-Mitteilung weiter.
Bei den seit Tagen andauernden beispiellosen Unruhen sind staatlichen Angaben zufolge bislang insgesamt mehr als 4400 Menschen festgenommen worden. Das berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf das Innenministerium des zentralasiatischen Landes.
Unter den Festgenommen ist auch der wegen der Unruhen entlassene Chef des nationalen Sicherheitsausschusses, Karim Massimow. Er steht unter dem Verdacht des Hochverrats. Massimow sei mit anderen ranghohen Beamten in Gewahrsam genommen worden, teilte der Sicherheitsausschuss am Samstag mit. Weitere Details wurden nicht genannt.
Massimow gilt als Vertrauter des früheren Präsidenten Nursultan Nasarbajew, der seit der Unabhängigkeit bis 2019 Kasachstan autoritär regiert hatte. Massimow war zweimal Ministerpräsident und unter Nasarbajew auch Chef der Präsidialverwaltung. Der seit 2019 amtierende Präsident des zentralasiatischen Landes, Tokajew, ist mittlerweile von seinem Vorgänger abgerückt.
Ex-Präsident Nasarbajew ruft zur Unterstützung von Nachfolger auf
Nasarbajew hat laut Angaben seines Pressesprechers die Bevölkerung zur Unterstützung der Regierung bei der Bewältigung der Krise aufgerufen. Nasarbajew rufe alle Bürger auf, sich hinter Staatschef Tokajew zu stellen, »um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und die Integrität des Landes zu gewährleisten«, erklärte sein Sprecher Aidos Ukibai auf Twitter.
Gerüchte, wonach der 81-Jährige das Land inmitten der blutigen Niederschlagung der teils gewaltsamen Proteste verlassen hat, wies Ukibai zurück. Nasarbajew halte sich in der Hauptstadt Nursultan auf und stehe in »direktem Kontakt« mit seinem Nachfolger Tokajew, erklärte der Sprecher. Er rief dazu auf, keine »falschen und spekulativen Informationen« zu verbreiten. Nasarbajew hat sich seit Beginn der Proteste vor knapp einer Woche nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt.
Kasachstan, das an Russland und China grenzt, erlebt seit Tagen die schwersten Ausschreitungen seit Jahren. Unmut über gestiegene Treibstoffpreise an den Tankstellen schlug in vielerorts friedliche, aber teils auch gewaltsame Proteste gegen die Staatsführung um.
Behörden melden Dutzende Tote
Die Behörden zählten bislang insgesamt mehr als 40 Tote, darunter auch Sicherheitskräfte. Befürchtet wird jedoch, dass die Zahl – vor allem der zivilen Todesopfer – viel höher sein könnte: Bereits seit Tagen wird Militär gegen Demonstranten eingesetzt, und Präsident Tokajew hat den Schießbefehl erteilt. In der Millionenstadt Almaty, die von den Unruhen besonders erschüttert wurde, sollen die sogenannten Anti-Terror-Einsätze weiterhin laufen, hieß es in unabhängigen kasachischen Nachrichtenkanälen.
Tokajew ordnete einen Tag Staatstrauer an. Am Montag solle »der vielen Opfer der tragischen Ereignisse in einigen Landesteilen« gedacht werden, berichteten mehrere kasachische Staatsmedien.
 
https://www.spiegel.de/ausland/kasachstan-wladimir-putin-und-kassym-jomart-tokajew-reden-ueber-unruhen-a-25734eed-31b3-4d6c-bc98-6ba9b2f4c4b2

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