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آنچه درباره سویه جدید کرونا B.1.640.2 شناخته شده است[زیدلر کریستف ، اشپیگل(آلمان)، 4ژانویه2022]

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پاتوژن Sars-CoV-2 به طور مداوم در حال تغییر است و در حال حاضر تمرکز بر روی سویه بسیار مسری اومیکرون آن است. اما امکان دارد که این ویروس همچنان دستخوش دگرگونی های بیشتری شود: هر چه بیشتر بتواند تکثیر شود، احتمال وجود تغییرات در ساختار ژنتیکی آن بیشتر است و اگر این تغییرات نسبت به انواع قبلی مزیت تکاملی داشته باشند، نوع جدیدی از ویروس می‌تواند گسترش یابد.


1.    پاتوژن Sars-CoV-2 به طور مداوم در حال تغییر است و در حال حاضر تمرکز بر روی سویه بسیار مسری اومیکرون آن است. اما امکان دارد که این ویروس همچنان دستخوش دگرگونی های بیشتری شود: هر چه بیشتر بتواند تکثیر شود، احتمال وجود تغییرات در ساختار ژنتیکی آن بیشتر است و اگر این تغییرات نسبت به انواع قبلی مزیت تکاملی داشته باشند، نوع جدیدی از ویروس می‌تواند گسترش یابد.
2.    اکنون محققان فرانسوی در حال ارائه اطلاعات در مورد گونه ای به نام B.1.640.2 هستند. در مقاله‌ای که هنوز توسط همکاران متخصص بررسی نشده است، آنها توضیح می‌دهند که در مقایسه با نوع اولیه پاتوژن Sars-CoV-2، این سویه دارای 23 جهش است که به گسترش بهتر ویروس و کاهش اثر محافظتی واکسیناسیون منجر می شوند.
3.    یکی از نویسندگان این مقاله، دیدیه رائول فرانسوی است که به خاطر تزهای بحث برانگیزش در مورد پاندمی مشهور است. برای کار تحقیقاتی فعلی، داده‌های ژنومی دوازده بیمار از جنوب فرانسه که به این واریانت آلوده شده بودند، مورد ارزیابی قرار گرفت. بیمار صفر فردی است که از کامرون به فرانسه سفر کرده بود. در اساس به نظر می‌رسد که B.1.640.2 مسری‌تر از انواع قبلی باشد، با این حال، شواهد کمی مبنی بر آن وجود دارد.
4.    تام پیکاک، ویروس شناس از امپریال کالج لندن که در این تحقیق نقشی نداشت، در توییتر اشاره می کند که اولین توالی ژنوم شناخته شده B.1.640.2 در پایگاه داده های تخصصی مربوطه در 4 نوامبر آپلود شده بود و نمونه های مربوط به اومیکرون، تنها سه هفته بعد کشف شد. به رغم مدت زمان کوتاه‌تر، اکنون بیش از 120 هزار بیمار مبتلا به اومیکرون و تنها 20 مورد ابتلا به سویه فرانسوی وجود دارد.
اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

 

Das ist zur neuen Coronavariante B.1.640.2 bekannt
Forschende untersuchen eine neue Variante namens B.1.640.2. Sie wurde zum ersten Mal in Frankreich nachgewiesen. Über ihre Gefährlichkeit gibt es aktuell nur wenig Informationen.
Christoph Seidler   04.01.2022, 14.36 Uhr Spiegel
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Der Sars-CoV-2-Erreger verändert sich ständig, aktuell steht vor allem seine hochansteckende Omikron-Variante im Blickpunkt. Doch es ist keinesfalls ausgemacht, dass das Virus nicht noch weitere Verwandlungen vollzieht. Je öfter es sich vervielfältigen kann, desto wahrscheinlicher sind Kopierfehler in seinem Erbgut – und wenn diese gegenüber früheren Varianten einen evolutionären Vorteil bieten, kann sich ein neuer Virustyp auf breiter Front durchsetzen.
Aktuell informieren französische Forscher über eine Variante namens B.1.640.2. In einem noch nicht von Fachkollegen begutachteten Manuskript beschreiben sie, dass diese im Vergleich zum Wildtyp des Sars-CoV-2-Erregers über 23 Mutationen auf dem sogenannten Spikeprotein verfügt, mit dessen Hilfe das Virus in Körperzellen eindringt. Zur Einordnung: Bei der Omikron-Variante lag dieser Wert bei mehr als 30. Unter den Mutationen sind auch solche, die mit einer besseren Ausbreitung des Virus und einer verminderten Schutzwirkung von Impfungen in Verbindung gebracht werden.
Zu den Autoren des Manuskripts gehört der Mediziner Didier Raoult, der für seine umstrittenen Thesen zur Pandemie bekannt ist, so hatte er den Einsatz des Malariamittels Hydroxychloroquin zur Behandlung propagiert, das sich aber als nicht wirksam herausgestellt hatte. Außerdem hatte ihm die niederländische Mikrobiologin Elisabeth Bik, die sich der Aufdeckung wissenschaftlichen Fehlverhaltens verschrieben hat, Manipulationen bei mehreren Publikationen vorgeworfen. Raoult war juristisch dagegen vorgegangen. In einem offenen Brief hatten sich anschließend zahlreiche Wissenschaftler und Forschungsorganisationen mit Bik solidarisiert.
Für die aktuelle Forschungsarbeit wurden Genomdaten von zwölf Patienten aus Südfrankreich ausgewertet, die sich mit der Variante angesteckt hatten. Die Infektionen wurden demnach zu einer Person zurückverfolgt, die aus dem zentralafrikanischen Kamerun nach Frankreich eingereist war. Die beobachteten Mutationen lassen es grundsätzlich möglich erscheinen, dass B.1.640.2 ansteckender ist als bisherige Varianten. Doch in der Praxis deutet aktuell wenig darauf hin.
Bereits vor Omikron bekannt
Der Virologe Tom Peacock vom Imperial College in London, der an dem Manuskript des französischen Teams nicht beteiligt war, weist bei Twitter darauf hin, dass die ersten bekannten Genomsequenzen von B.1.640.2 bereits am 4. November in die entsprechende Fachdatenbank hochgeladen worden seien – von Omikron seien entsprechende Proben dagegen erst drei Wochen später bekannt geworden.
Trotz der kürzeren Zeitspanne gebe es mittlerweile von Omikron mehr als 120.000 sequenzierte Patientenproben, von der von den Franzosen beschriebenen Variante nur etwa 20. Seit der Vorweihnachtszeit seien auch keine mehr dazugekommen. Der Erreger habe seine Chance gehabt, so Peackock, für Probleme zu sorgen – diese aber offenbar nicht nutzen können. Zuletzt hatte es allerdings einen Anstieg der Fälle in Südfrankreich gegeben. Ob sich dieser zumindest zum Teil auf die neue Variante zurückführen lässt, ist nicht bekannt. Klar ist, dass sich Omikron in Frankreich wie auch in allen anderen europäischen Staaten derzeit massiv ausbreitet.
 
 https://www.spiegel.de/wissenschaft/b-1-640-2-das-ist-zur-neuen-corona-variante-bekannt-a-7900b729-5f43-4cbf-8cce-5a2ae7b1bad1

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