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بحران در سودان تشدید می شود[هرمان راینر ، فرانکفورتر آلگماینه سایتونگ(آلمان)، 3ژانویه2022]

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عبدالله حمدوک در 27 دسامبر برای آخرین بار با دو تن از رهبران رژیم نظامی سودان، عبدالفتاح البرهان و محمد حمدان داگلو ملاقات کرد. عصر یکشنبه این نخست وزیر محبوب بالاخره از سمت خود که در حقیقت بی معنی شده بود، استعفا داد. او در یک سخنرانی تلویزیونی گفت نمی تواند به وعده خود مبنی بر دور نگه داشتن یک فاجعه از کشور عمل کند. با توجه به شکاف سیاسی، سودان "یک نقطه عطف خطرناک" را پشت سر گذاشته و بقای این کشور در خطر است.


1.    عبدالله حمدوک در 27 دسامبر برای آخرین بار با دو تن از رهبران رژیم نظامی سودان، عبدالفتاح البرهان و محمد حمدان داگلو ملاقات کرد. عصر یکشنبه این نخست وزیر محبوب بالاخره از سمت خود که در حقیقت بی معنی شده بود، استعفا داد. او در یک سخنرانی تلویزیونی گفت نمی تواند به وعده خود مبنی بر دور نگه داشتن یک فاجعه از کشور عمل کند. با توجه به شکاف سیاسی، سودان "یک نقطه عطف خطرناک" را پشت سر گذاشته و بقای این کشور در خطر است.
2.    استعفای حمدوک باعث تشدید بحران در این کشور می شود. وزارت خارجه آمریکا از حاکمان خارطوم خواست تا از نیروهای غیرنظامی کشور برای تضمین گذار به نظم مدنی و تحقق خواسته های مردم برای آزادی، صلح و عدالت استفاده کنند. در نتیجه کودتای 25 اکتبر، اتحادیه آفریقا عضویت سودان را به حالت تعلیق درآورد، بانک جهانی و آمریکا نیز کمک های اقتصادی خود را متوقف کردند.
3.    تاکنون دست کم 60 نفر در اعتراضات علیه کودتای نظامی 25 اکتبر کشته شده اند. در سطح بین المللی، رژیم نظامی منزوی است، اما همچنان متحدانی در مصر و امارات متحده عربی دارد. برهان مدتی در آکادمی نظامی در قاهره آموزش دیده بود و با ژنرال های مصری در تماس است، داگلو نیز برای گروه های پشتیبانی سریع خود از امارات کمک های نظامی و مالی دریافت کرد.
 اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

Die Krise in Sudan verschärft sich
•    VON RAINER HERMANN
•    -AKTUALISIERT AM 03.01.2022-18:11 FAZ
Ministerpräsident Hamdok war der Hoffnungsträger der Zivilisten Sudans. Mit seinem Rücktritt zieht er die Konsequenz daraus, dass das Militär seine Herrschaft nicht mehr abgeben will.
Am 27. Dezember hatte sich Abdullah Hamdok zum letzten Mal mit den beiden führenden Männern des sudanesischen Militärregimes getroffen, Abd al-Fattah al-Burhan und Muhammad Hamdan Daglo. Am Sonntagabend vollzog er, was sich seit Wochen angebahnt hatte: Der populäre Ministerpräsident trat von seinem bedeutungslos gewordenen Amt zurück. In einer Fernsehansprache sagte er, sein Versprechen, eine Katastrophe von dem Land fernzuhalten, könne er nicht einhalten. Angesichts der politischen Spaltung habe Sudan einen „gefährlichen Wendepunkt überschritten“, und das Überleben des Landes sei bedroht.    
Im 15. Militärputsch in dem seit 1956 unabhängigen Land hatte al-Burhan am 25. Oktober Regierungschef Hamdok verhaften lassen und alle Institutionen aufgelöst, die seit dem Sturz von Machthaber Omar al-Bashir im April 2019 für einen Übergang in eine zivile Herrschaft gegründet worden waren. Burhan ernannte sich zum Vorsitzenden des eigentlich aufgelösten Übergangsrats, der zu gleichen Teilen mit Militärs und Zivilisten besetzt war, und damit zum Staatsoberhaupt. Sein Stellvertreter bleibt Daglo. Infolge internationalen Drucks setzte Burhan am 21. November Hamdok formal wieder ein, stattete ihn jedoch nicht mit Kompetenzen aus.
USA und Weltbank frieren Wirtschaftshilfen ein
Hamdoks Rücktritt vertieft die Krise des nordafrikanischen Landes. Das amerikanische State Department rief die Machthaber in Khartum dazu auf, mit den zivilen Kräften des Landes einen Übergang zu einer zivilen Ordnung sicherzustellen und die Wünsche der Menschen nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit zu erfüllen. Als Folge des Putsches vom 25. Oktober suspendierte die Afrikanische Union die Mitgliedschaft Sudans, die Weltbank fror ihre Wirtschaftshilfen ebenso ein wie die Vereinigten Staaten.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte, man beobachte die Entwicklung. Der IWF und die Weltbank hatten Sudan im Rahmen ihrer Initiative zur Schuldenreduzierung bei hochverschuldeten armen Ländern ermöglicht, die Schulden auf 28 Milliarden Dollar zu halbieren. Voraussetzung dafür waren unter anderem Wirtschaftsreformen, die Hamdok auf den Weg gebracht hat und die das Militär seit der völligen Machtübernahme teilweise wieder zurückgenommen hat. Der IWF bezeichnete im Februar 2020 die wirtschaftliche Lager als „alarmierend“.
Bei den Protesten gegen den Militärputsch vom 25. Oktober sind bislang mindestens 60 Menschen getötet worden. Demonstranten hielten oft Plakate mit dem Bild Hamdoks. Einen Teil seiner Anhänger hatte Hamdok jedoch verloren, als er Burhans Angebot annahm und noch einmal für sechs Wochen Ministerpräsident wurde, ohne dass Burhan und Daglo eine Bereitschaft zu erkennen gegeben hätten, zu einer Machtteilung mit Zivilisten zurückzukehren und den Übergang in eine zivile Ordnung einzuleiten.    
International ist das Militärregime isoliert. Verbündete findet es in Ägypten und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Burhan wurde teilweise an der Militärakademie in Kairo ausgebildet und steht in Kontakt mit den ägyptischen Generälen, Daglo erhielt für seine schnellen Unterstützungsgruppen militärische und finanzielle Hilfen aus den Emiraten. In den Monaten nach dem Beginn der Proteste gegen das Militärregime von Omar al-Bashir Ende 2018 überwiesen die Emirate mehrere Milliarden Dollar, um einen Sieg der Demonstranten zu verhindern. Daglos Einheiten, aus denen die schnellen Unterstützungstruppen hervorgingen, wurden im Darfur-Konflikt, in dem seit 2003 mehr als eine halbe Millionen Menschen getötet worden sind, für Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht.
Mit dem Militärputsch vom 25. Oktober und Hamdoks Rücktritt vom 2. Januar sind die Vereinbarungen für eine Übergang in eine zivile Ordnung Makulatur. Am 17. Juli 2019 vereinbarten der Militärübergangsrat und die Vereinigung der Kräfte für Freiheit und Wandel, zu dem sich die oppositionellen Bewegungen zusammengeschossen hatten, die Bildung eines zu gleichen Teilen besetzten Souveränen Rats. Der angesehene und erfahrene Ökonom Hamdok wurde zum Ministerpräsidenten berufen, sein Kabinett bestand aus Zivilisten und Militärs. Noch am 11. August 2021 hatte sich die Führung in Khartum darauf verständigt, Bashir an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auszuliefern, wo er sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten muss.
 https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ruecktritt-von-ministerpraesident-hamdok-in-sudan-17713450.html

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