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این جایزه واقعا برای همه روزنامه نگاران جهان است[اشنایدر آنا سوفی ، اشپیگل(آلمان)، 9اکتبر2021]

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"من در شوک هستم": اینها اولین کلماتی است که ماریا رسا بعد از دریافت جایزه صلح نوبل به کار برد. این روزنامه نگار فیلیپینی مشترکا با دیمیتری موراتوف روزنامه نگار روس این جایزه را دریافت نموده است. هر دو به خاطر تلاش خود در مبارزه برای آزادی مطبوعات مورد تقدیر قرار گرفتند.


1.    "من در شوک هستم": اینها اولین کلماتی است که ماریا رسا بعد از دریافت جایزه صلح نوبل به کار برد. این روزنامه نگار فیلیپینی مشترکا با دیمیتری موراتوف روزنامه نگار روس این جایزه را دریافت نموده است. هر دو به خاطر تلاش خود در مبارزه برای آزادی مطبوعات مورد تقدیر قرار گرفتند.
2.    وی در مصاحبه با خبرگزاری رویترز، این جایزه را "به رسمیت شناختن نقش روزنامه نگار در ترمیم و بازسازی جهان شکسته ما" خواند. او گفت هرگز روزنامه نگاری به این سختی نبوده و امیدوار است که جایزه نوبل از او و همکارانش در کشورش در برابر حملات فیزیکی و تهدیدهای سایبری محافظت کند.
3.    در سال 2012، رسا و همکارانش نهاد تحقیقاتی Rappler  را در فیلیپین تاسیس کردند. به گفته کمیته نوبل، او بدین طریق با "سوء استفاده از قدرت و افزایش اقتدارگرایی در کشور خود" مبارزه می کند: این نهاد شجاعانه  درباره "مبارزه جنجالی و کشنده مبارزه با مواد مخدر" رئیس جمهور رودریگو دوترته "که به معنای جنگ علیه مردم خود است" گزارش می دهد.
4.    مقامات فیلیپین نیز علیه رسا اقدامات قانونی انجام می دهند: این خبرنگار سابق CNN در حال حاضر تنها با قید وثیقه آزاد شده است. او به اتهام افتراء به شش سال زندان محکوم است،- سرنوشتی که ده ها کارمند رسانه ای دیگر را در سراسر جهان تهدید می کند.
5.    به گزارش سازمان گزارشگران بدون مرز، صدها روزنامه نگار، کارمند رسانه و وبلاگ نویس به دلیل انجام وظایف خود بازداشت شده و در سراسر جهان نیز فشار فزاینده ای علیه آزادی مطبوعات و خطرات بیشتری برای روزنامه نگاران وجود دارد.
6.    به گزارش این سازمان، دست کم 50 کارمند رسانه در سال 2020 کشته شدند. مکزیک، عراق، افغانستان، هند و پاکستان خطرناک ترین کشورها برای خبرنگاران بودند. در مجموع، حداقل 937 نفر به دلیل یا در جریان کار روزنامه نگاری خود طی ده سال گذشته کشته شده اند. در سال جاری، این سازمان از مرگ 27 روزنامه نگار و کارمند رسانه ای خبر می دهد.
اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

 

»Dies ist wirklich für alle Journalisten auf der ganzen Welt«
Maria Ressa wurde für ihren Einsatz für Pressefreiheit mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die philippinische Journalistin sieht darin eine Würdigung des gesamten Berufsstands. Weltweit stehen Medienschaffende zunehmend unter Druck.
Anna-Sophie Schneider 09.10.2021, 14.58 Uhr spiegel
»Ich stehe unter Schock«: Mit diesen Worten reagierte Maria Ressa darauf, dass sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die philippinische Journalistin teilt sich den Preis mit dem russischen Journalisten Dmitrij Muratow. Beide wurden für ihren Einsatz im Kampf für die Pressefreiheit geehrt. Mittlerweile scheint Ressa den ersten Schockmoment überwunden zu haben. Sie äußerte sich nun ausführlicher zu der Ehrung.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters nannte sie den Preis »eine globale Anerkennung der Rolle des Journalisten bei der Reparatur, der Wiederherstellung unserer kaputten Welt«. Noch nie sei es so schwer wie heute, ein Journalist zu sein, sagte die 58-Jährige. »Dies ist wirklich für alle Journalisten auf der ganzen Welt«, sagte Ressa in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Sie hoffe, dass der Nobelpreis sie und ihre Kollegen in ihrem Land vor physischen Angriffen und Bedrohungen im Netz schützen werde. »Ich hoffe, dies erlaubt es den Journalisten, ihre Arbeit gut und ohne Angst zu erledigen«, sagte Ressa.
Ressa hatte 2012 auf den Philippinen mit Kollegen das Investigativmedium »Rappler« gegründet. Laut Nobelkomitee kämpft sie so gegen »den Machtmissbrauch und den wachsenden Autoritarismus in ihrem Heimatland«. »Rappler« habe unerschrocken über die »umstrittene, mörderische Antidrogenkampagne« von Präsident Rodrigo Duterte berichtet, die »einem Krieg gegen die eigene Bevölkerung gleichkommt«.
Ressa drohen auf den Philippinen mehrere Jahre Haft
Die philippinischen Behörden gehen auch gerichtlich gegen Ressa vor. Die ehemalige CNN-Korrespondentin ist derzeit nur gegen Kaution auf freiem Fuß. Ihr drohen wegen Verleumdung bis zu sechs Jahre Gefängnis – ein Schicksal, das Dutzenden anderen Medienschaffenden weltweit droht.
Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) sind Hunderte Journalisten, Medienschaffende und Blogger wegen der Ausübung ihrer Arbeit in Haft. Überall auf der Welt steigt zudem der Druck auf die Pressefreiheit und die Gefahr für Journalisten.
Die Bilanz von RSF aus dem vergangenen Jahr ist erschütternd. Mindestens 50 Medienschaffende wurden 2020 getötet. Die gefährlichsten Länder für Reporter waren demnach Mexiko, der Irak, Afghanistan, Indien und Pakistan. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Jahren mindestens 937 Menschen wegen oder bei ihrer journalistischen Arbeit getötet. Im laufenden Jahr listet die Organisation bereits 27 getötete Journalisten und Medienmitarbeiter.
Auch der Blick auf die internationale Rangliste der Pressefreiheit ist ernüchternd. Im jüngsten RSF-Ranking ist Deutschland erstmals aus der Spitzengruppe herausgeflogen. »Aufgrund der vielen Übergriffe auf Coronademonstrationen mussten wir die Lage der Pressefreiheit in Deutschland von ›gut‹ auf nur noch ›zufriedenstellend‹ herabstufen: ein deutliches Alarmsignal«, sagte RSF-Vorstandssprecher Michael Rediske im April dazu.
Deutschland rangiert im Vergleich von 180 Ländern damit derzeit auf dem 13. Platz. Im Vorjahr hatte die Bundesrepublik zwei Plätze höher gelegen. Noch nie seit Beginn der fortlaufenden Statistik hat es so wenige Länder gegeben, in denen RSF die Lage der Pressefreiheit als »gut« bewertet hat, wie im aktuellen Bericht. Ihre Zahl sank von 13 auf 12; Schlusslichter bleiben mit kleineren Verschiebungen China, die Ex-Sowjetrepublik Turkmenistan in Zentralasien, Nordkorea und das afrikanische Eritrea.
 
https://www.spiegel.de/ausland/maria-ressa-dies-ist-wirklich-fuer-alle-journalisten-auf-der-ganzen-welt-a-e9668abd-67cf-4f2b-a9cc-d91741f6c201

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