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متحد در خصومتی عمیق[هانسن سون، تاگس سایتونگ(آلمان)، 5اکتبر2021]

186773  ۱۴۰۰/۰۷/۱۵
به گزارش رسانه ها، شاخه افغانی شبه نظامیان تروریستی "دولت اسلامی" مسئولیت حمله به مسجد عیدگاه در پایتخت کابل را از طریق خبرگزاری اعماق بر عهده گرفت. در این حمله انتحاری به مراسم عزاداری مادر سخنگوی طالبان که روز یکشنبه رهبران طالبان را هدف گرفت، دست کم پنج نفر کشته و یازده نفر زخمی شدند.


1.    به گزارش رسانه ها، شاخه افغانی شبه نظامیان تروریستی "دولت اسلامی" مسئولیت حمله به مسجد عیدگاه در پایتخت کابل را از طریق خبرگزاری اعماق بر عهده گرفت. در این حمله انتحاری به مراسم عزاداری مادر سخنگوی طالبان که روز یکشنبه رهبران طالبان را هدف گرفت، دست کم پنج نفر کشته و یازده نفر زخمی شدند.
2.    به گفته مجاهد، در پاسخ به این حمله جنگجویان طالبان شامگاه یکشنبه یک پایگاه داعش را در شمال کابل تخریب کردند. مجاهد به خبرگزاری فرانسه گفت: "همه اعضای داعش" در این پایگاه کشته شدند.
3.    طالبان و "دولت اسلامی استان خراسان"، به رغم ایدئولوژی اسلام گرایانه و شبه نظمی خود، با یکدیگر دشمن هستند. این شاخه داعش از سال 2014 در افغانستان مستقر شده و استان شرقی ننگرهار در مرز با پاکستان پایگاه آن محسوب می شود.
4.    برخلاف داعش که یک گروه تروریستی بین المللی محسوب می شود، طالبان افغان، به رغم ارتباط با القاعده همواره یک جنبش ملی باقی مانده اند، هر چند که تحت نفوذ سرویس اطلاعاتی ارتش پاکستان قرار دارند. در عین حال، آنها همیشه از طالبان پاکستان جدا بوده و هرگز در خارج از منطقه خود حملاتی انجام نداده اند.
5.    داعش افغانستان پس از آغاز مذاکرات طالبان با دولت آمریکا که از دید داعش خیانت به جهاد است، بیش از پیش تقویت شد. داعش با حملات خود ادعای طالبان مبنی بر اینکه آنها سرانجام صلح را در کشور برقرار می کنند، نقش بر آب می کند. داعش همچنین با انجام حملات تروریستی که خود طالبان پیشتر از آن استفاده می کردند، نشان می دهد که طالبان برخلاف ادعاهایش، کشور را به طور کامل کنترل نمی کنند.
اداره کل رسانه های خارجی
ترجمه: عطیه خرّم

In tiefer Feindschaft verbunden
Die erbitterte Feindschaft zwischen den afghanischen Taliban und dem lokalen Ableger des „Islamischen Staates“ fordert immer neue Opfer.
5. 10. 2021 TAZ
SVEN HANSEN
Der afghanische Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS-PK) hat sich Montagabend laut Agenturberichten über sein Sprachrohr Amak zum Anschlag auf die Eid-Gah-Moschee in der Hauptstadt Kabul bekannt. Bei dem mutmaßlichen Selbstmordanschlag am Sonntag, der auf Taliban-Führer zielte, sind mindestens fünf Menschen getötet und elf verletzt worden. In der Moschee fand gerade eine Trauerfeier für die Mutter von Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid statt.
Als Reaktion auf den Anschlag zerstörten laut Mudschahid Taliban-Kämpfer am Sonntagabend ein IS-Zentrum im Norden von Kabul. „Alle IS-Mitglieder“ in dem Zentrum seien getötet worden, sagte Mudschahid der Nachrichtenagentur AFP. Weitere drei Menschen seien im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen worden.
Am Dienstag sprach der Taliban-Sprecher Bilal Karimi auf Twitter von elf Festnahmen. Details nannte er nicht. Laut einem von AFP zitierten Augenzeugen waren unter den Opfern des Anschlags zwei Taliban-Mitglieder. Danach hätten zwei Taliban-Einheiten versehentlich aufeinander geschossen.
Die Taliban und der „Islamische Staat – Provinz Khorasan“, so die offizielle Eigenbezeichnung, sind trotz verwandter militant-islamistischer Ideologie verfeindet. Der IS-Ableger setzte sich ab 2014 in Afghanistan fest. Die östliche Provinz Nangarhar an der Grenze zu Pakistan gilt als seine Hochburg.
Mehrere Anschläge auf die Taliban in Dschalalabad
Erst kürzlich führte der IS, der in Afghanistan rund 2.000 Kämpfer zählen soll, in Nangarhars Provinzhauptstadt Dschalalabad einige Anschläge auf Taliban durch und tötete mehrere von ihnen. Die Taliban zählten zuletzt etwa 100.000 Kämpfer.
Der historische Name Khorasan bezeichnet eine zentralasiatische Region, die Afghanistan, Iran, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan ganz oder teilweise umfasst. Der Name unterstreicht den regionalen und globalen Anspruch des IS, was ihn zu einer globalen Terrorgefahr macht.
Demgegenüber sind die afghanischen Taliban trotz Verbindungen zu al-Qaida immer eine nationale Bewegung geblieben und dass, obwohl sie vom pakistanischen Militärgeheimdienst ISI beeinflusst werden. Zugleich blieben sie stets von den pakistanischen Taliban (TPP) getrennt und haben nie außerhalb ihrer Region Anschläge verübt.
Der afghanische IS wurde stärker, nachdem die realpolitischeren Taliban Verhandlungen mit der US-Regierung aufgenommen hatten, was in IS-Augen einen Verrat am Dschihad darstellt.
Kampf um die Deutungshoheit
Der IS zerstört jetzt mit seinen Anschlägen das Narrativ der Taliban, sie würden dem Land endlich Frieden bringen. Der IS zeigt darüber hinaus auch mit seinen Terrormethoden, welche die Taliban selbst angewendet haben, dass Letztere das Land eben nicht wie behauptet vollständig kontrollieren.
Beim größten Anschlag des IS in Afghanistan auf Kabuls Flughafen am 26. August wurden rund 170 Personen getötet, darunter 13 US-Soldaten. Damals hatten die Taliban eine informelle Absprache mit den USA, demnach die Massenevakuierung von Afghanen durch das US-Militär bis Ende August geduldet würde.
Schon zuvor hatten beide Seiten gelegentlich bei der Bekämpfung des IS informell kooperiert. So bombardierte die US-Luftwaffe mutmaßliche IS-Stellungen, die dann von den Taliban eingenommen wurden. Als diese schließlich am 15. August in Kabul einmarschierten, befreiten sie ihre Leute aus den Gefängnissen, während sie IS-Gefangene Berichten zufolge kurzerhand erschossen.
Erschießungen warf die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) am Dienstag auch den Taliban vor. Die sollen laut AI Ende August 13 Sicherheitskräfte der bisherigen Regierung, die sich ergeben hatten, standrechtlich erschossen haben. Die Opfer seien ethnische Hasara gewesen, eine schiitische Minderheit.
https://taz.de/Dschihadisten-in-Afghanistan/!5801604/

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